Im Gefolge der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise wurden im Jahr 2009 in vielen Volkswirtschaften umfangreiche Konjunkturprogramme aufgelegt. Die bereits im Jahr 2009 einsetzende und sich im Jahr 2010 verstärkende wirtschaftliche Erholung führte zu einer Neubewertung der Wirksamkeit von Konjunkturprogrammen. Bis dahin dominierte mehrheitlich die Skepsis gegenüber einer staatlichen Stabilisierungspolitik. Den automatischen Stabilisatoren wurde die Hauptrolle bei der Stabilisierung der Konjunktur zugesprochen, und die Multiplikatoren einer expansiven Fiskalpolitik wurden zumeist als eher klein angesehen. Aktuelle Untersuchungen weisen allerdings darauf hin, dass die Konjunkturprogramme in der jüngsten Krise stützend wirkten. Allerdings muss ab dem Jahr 2011 mit der Konsolidierung der durch die Konjunkturprogramme entstandenen Staatsschulden begonnen werden, um eine Beeinträchtigung des künftigen Wachstums zu vermeiden.

IconDownload | PDF

Themen

  • Bruttoinlandsprodukt
  • Konjunktur
  • Wirtschaftswachstum
IW-Briefing
IW-Briefing, 30. Juni 2017

Holger Schäfer Erwerbstätigkeit in DeutschlandArrow

Die Anzahl der Erwerbstätigen expandiert weiter kräftig. Dass dies trotz einer bereits eingesetzten demografischen Schrumpfung möglich ist, ist der Zuwanderung und einer erhöhten Erwerbsneigung zu verdanken. mehr

IW-Briefing
IW-Briefing, 30. Juni 2017

Holger Schäfer Arbeitslosigkeit in DeutschlandArrow

Im Zuge der guten Arbeitsmarktentwicklung geht die Arbeitslosigkeit weiter zurück. Es verbleiben aber ungelöste Probleme im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit und der Flüchtlingsintegration. mehr

IW-Briefing
IW-Briefing, 2. Juni 2017

Tobias Hentze / Jochen Pimpertz Kein Raum für expansive SozialpolitikArrow

Auch wenn der Staatshaushalt 2017 und 2018 in der Summe Überschüsse erzielt, weisen die Haushalte der Renten- und Krankenversicherungen Defizite auf. Spielräume für eine expansive Sozialversicherungspolitik bestehen deshalb nicht. mehr