Aktueller Bezug

Im Vorfeld der Bundestagswahl werden Leistungsversprechen diskutiert, die zusätzliche Finanzierungserfordernisse vor allem in der Gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung begründen.

Fakten

  • Der Überschuss von Bund, Ländern und Gemeinden geht von 13 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf knapp 10 Milliarden Euro im Jahr 2018 zurück.
  • Die gesetzliche Sozialversicherung wird in den Jahren 2017 und 2018 in der Summe mit Überschüssen von 5 bzw. 4 Milliarden Euro abschließen.
  • Dank der positiven Beschäftigungsentwicklung steigen in beiden Jahren die Staatseinnahmen mit 3 Prozent annähernd mit der gleichen Rate wie die Ausgaben des Staates.
  • Allerdings schließt die Gesetzliche Rentenversicherung 2017 in der Abgrenzung der VGR mit einem Defizit von 5 Milliarden Euro ab, in 2018 mit einem Minus von 4 Milliarden Euro.
  • Auch in der Gesetzlichen Krankenversicherung muss mit einem Minus von 2 Milliarden Euro in diesem und 5 Milliarden Euro im nächsten Jahr gerechnet werden.
  • Überschüsse erzielen die soziale Pflegeversicherung mit 4 Milliarden Euro (3 Milliarden Euro in 2018) und die Arbeitslosenversicherung mit 7 Milliarden Euro (9 Milliarden Euro in 2018).

Bewertung

  • Aus konjunktureller Sicht bestehen weder in der Gesetzlichen Renten- noch in der Gesetzlichen Krankenversicherung Gestaltungsspielräume für ausgabenintensive Wahlversprechen.

IW-Briefing

Tobias Hentze / Jochen Pimpertz: Kein Raum für expansive Sozialpolitik

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

Themen

Die Konjunktur am Limit
Gastbeitrag, 24. November 2017

Michael Grömling in den VDI-Nachrichten Die Konjunktur am LimitArrow

Die IW-Konjunkturampel zeigt eine zunehmende Zahl an Aufträgen und eine steigende Produktion, schreibt IW-Konjunkturforscher Michael Grömling in den VDI-Nachrichten. mehr

Gute Stimmung vor der Haustür
Gastbeitrag, 23. Oktober 2017

Michael Grömling in den VDI-Nachrichten Konjunkturampel: Gute Stimmung vor der HaustürArrow

Die deutsche Wirtschaft zeichnet sich derzeit durch ein robustes und breit angelegtes Wachstum aus. Sowohl die Inlandsnachfrage als auch das Auslandsgeschäft treiben die Konjunktur hierzulande an, schreibt IW-Konjunkturforscher Michael Grömling in den VDI-Nachrichten. mehr

Konjunkturampel: Fast alle Signale leuchten Grün
Gastbeitrag, 22. September 2017

Michael Grömling in den VDI-Nachrichten Konjunkturampel: Fast alle Signale leuchten GrünArrow

Die IW-Konjunkturampel gibt mithilfe der Signalfarben Grün, Gelb und Rot einen schnellen und zugleich umfassenden Überblick über die konjunkturelle Dynamik in Deutschland, im Euroraum, in China und in den USA. Ein Gastbeitrag von IW-Konjunkturforscher Michael Grömling in den VDI-Nachrichten, der Wochenzeitung für Ingenieure. mehr