Aktueller Bezug

Infolge der im Jahr 2016 deutlich gestiegenen Ölpreise wird die Inflationsrate im Jahr 2017 deutlich höher ausfallen als im Vorjahr.

Fakten

  • Die Inflationsrate wird in Deutschland 2017 und 2018 mit rund 1 ½ Prozent deutlich höher ausfallen als 2016 (0,5 Prozent). Die anziehenden Ölpreise und auch die Abwertung des Euros haben in der zweiten Jahreshälfte 2016 die Einfuhrkosten erhöht.
  • Im Jahr 2017 werden die realen Konsumausgaben der privaten Haushalte um knapp 1 ¼ Prozent ansteigen. Das ist deutlich niedriger als 2016 (2 Prozent). 2018 wird ein Plus in Höhe von knapp 1 ½ Prozent erwartet.
  • Vom anhaltend hohen Beschäftigungsaufbau in Deutschland und der damit einhergehenden Einkommensdynamik kommen für die Konsumtätigkeit weiterhin die kräftigsten Impulse.
  • Die steuerpolitischen Maßnahmen werden 2017 und 2018 einen leicht positiven Einfluss auf die Nettoeinkommen entfalten. Allerdings bremsen sozialpolitische Änderungen (z.B. Erhöhung der Pflegeversicherungsbeiträge) diesen Effekt ab.
  • Die erwartete geldpolitische Wende wird das Spar- und Konsumverhalten nicht spürbar verändern.

Bewertung

  • Die Arbeitsmarktentwicklung ist entscheidend für den Konsum.
  • Eine Begrenzung von Befristungsmöglichkeiten und der Zeitarbeit, eine Verschärfung von Teilzeitregelungen, eine Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengelds I und höhere Mindestlöhnen gefährden die Arbeits¬marktentwicklung und die starke Konsumkonjunktur.

IW-Briefing

Michael Grömling: Privater Konsum und Inflation

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IW-Briefing
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IW-Briefing, 30. Juni 2017

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Auch wenn der Staatshaushalt 2017 und 2018 in der Summe Überschüsse erzielt, weisen die Haushalte der Renten- und Krankenversicherungen Defizite auf. Spielräume für eine expansive Sozialversicherungspolitik bestehen deshalb nicht. mehr